Wer sich mit Entspannung, Erdung oder dem Zusammenspiel von Körper und Umgebung beschäftigt, stößt früher oder später auf die Schumann-Frequenz. Oft wird sie als „Puls der Erde“ beschrieben. In meiner Arbeit mit Human Design und Achtsamkeit begegnen mir viele feinfühlige Menschen, die deutlich spüren, wie sehr ihre Umgebung auf sie wirkt. Deshalb interessiert mich, was über diese natürliche Schwingung bekannt ist, was die Forschung bisher zeigt und was das für unsere Wahrnehmung bedeuten kann.

Auf einen Blick

  • Die Schumann-Frequenz ist eine natürliche elektromagnetische Schwingung zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre.
  • Ihre Grundfrequenz liegt bei etwa 7,83 Hertz, dazu kommen Obertöne bei rund 14, 20, 27 und 33 Hertz.
  • Angeregt wird sie durch Blitze, weltweit etwa 40 bis 50 pro Sekunde.

Was ist die Schumann-Frequenz?

Zwischen der Erdoberfläche und der Ionosphäre, einer elektrisch leitenden Schicht in etwa 60 bis 100 Kilometern Höhe, liegt ein Raum, der wie ein riesiger Hohlraumresonator wirkt. Jeder Blitz sendet elektromagnetische Wellen in diesen Raum. Wellen, deren Länge genau zum Umfang der Erde passt, verstärken sich gegenseitig und laufen als stehende Welle um den ganzen Planeten. Diese Resonanzen nennt man Schumann-Resonanzen.

Der Physiker Winfried Otto Schumann hat sie 1952 an der Technischen Hochschule München vorausberechnet. Gemessen wurden sie einige Jahre später, Anfang der 1960er Jahre. Die Grundfrequenz liegt bei etwa 7,83 Hertz, also knapp acht Schwingungen pro Sekunde. Sie schwankt leicht mit Tageszeit, Jahreszeit und Sonnenaktivität, bleibt aber erstaunlich stabil. Seit es Leben auf der Erde gibt, ist es von dieser Schwingung umgeben.

Wie hoch ist die Schumann-Frequenz heute?

Viele suchen nach der „aktuellen“ Schumann-Frequenz und finden Grafiken von Messstationen, etwa aus dem russischen Tomsk, mit hellen Flächen oder Ausschlägen. Diese Bilder zeigen vor allem, wie stark das Signal gerade ist, also seine Intensität. Sie verändert sich mit Gewittern, Sonnenstürmen und dem Wechsel von Tag und Nacht. Die Grundfrequenz selbst liegt weiterhin bei etwa 7,83 Hertz. Wenn in Beiträgen von höheren Werten wie 14 oder 20 Hertz die Rede ist, sind meist die Obertöne gemeint.

Wirkung auf den Menschen: was die Forschung zeigt

Die Grundfrequenz von 7,83 Hertz liegt an der Grenze zwischen zwei Bereichen unserer Gehirnwellen: den Theta-Wellen, die wir aus tiefer Entspannung und dem Übergang in den Schlaf kennen, und den Alpha-Wellen, die bei wacher Ruhe auftreten, etwa mit geschlossenen Augen oder in der Meditation. Daraus ist die Hypothese entstanden, dass sich unser Nervensystem im Laufe der Evolution auf den „Puls der Erde“ eingestimmt haben könnte.

Unser Nervensystem ist auf Rhythmen eingestellt. Wie fein es auf Schwingungen in unserer Umgebung reagiert, beginnen wir gerade erst zu verstehen.

Inzwischen gibt es Studien, die Zusammenhänge zwischen der Intensität der Schumann-Resonanzen und Messwerten wie Blutdruck, Herzratenvariabilität oder Hirnstromaktivität beschreiben. Viele dieser Studien sind noch klein. Das liegt auch daran, dass Forschung Geld kostet und Fragen ohne großes wirtschaftliches Interesse selten gefördert werden. Die Forschung steht hier noch am Anfang, und jede Studie bringt uns ein Stück weiter. Ich bin gespannt, was sich in den nächsten Jahren zeigen wird.

Feinfühligkeit: wenn wir mehr wahrnehmen, als uns bewusst ist

Manche Menschen spüren Veränderungen in ihrer Umgebung besonders deutlich. Sie merken sofort, ob ein Raum ihnen guttut, reagieren auf Wetterwechsel oder brauchen nach einem Tag unter vielen Menschen spürbar Zeit für sich. Im Human Design System zeigt sich diese Offenheit in den undefinierten Zentren deiner Körpergrafik. Dort nimmst du Einflüsse von außen verstärkt auf. Ein undefiniertes Milzzentrum etwa spürt sehr genau, ob ein Mensch gesund und sicher für dich ist.

Achtsamkeit schärft genau diese Wahrnehmung. Wer regelmäßig übt, spürt Signale des Körpers früher und kann besser unterscheiden, was von innen kommt und was von außen. Feinfühligkeit ist eine Stärke, wenn du lernst, ihr zu vertrauen und gut für dich zu sorgen. Wie ich selbst mit Frequenzen und meiner eigenen Wahrnehmung experimentiere, beschreibe ich in meinem Beitrag über Bioresonanz und Frequenzen.

Unruhe, Kopfschmerzen, Müdigkeit: hängt das zusammen?

Feinfühlige Menschen berichten immer wieder, dass es ihnen an manchen Tagen ohne erkennbaren Grund schlechter geht, und bringen das mit der Schumann-Frequenz in Verbindung. Wissenschaftlich ist dieser Zusammenhang bisher nicht geklärt. Dein Erleben darfst du trotzdem ernst nehmen. Oft lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Wie viel Ruhe hattest du in den letzten Tagen, wie viel Zeit draußen, wie viel Bildschirm? Wenn dich Beschwerden länger begleiten, ist eine ärztliche Abklärung der richtige Weg.

Was dein Nervensystem unterstützt

Gut untersucht ist, dass Zeit in der Natur, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Achtsamkeitspraxis den Parasympathikus stärken, also den Teil des Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist. Wer regelmäßig meditiert, verbringt messbar mehr Zeit in den ruhigen Alpha- und Theta-Bereichen der Gehirnwellen, also genau in dem Bereich, in dem auch die Schumann-Frequenz liegt.

Im MBSR-Onlineseminar übst du acht Wochen lang, früher wahrzunehmen, wie Stress in dir entsteht, und deinem Körper wieder Pausen zu ermöglichen. Und wenn du lieber draußen beginnst: In meinem Beitrag über das Waldbaden beschreibe ich, was die Forschung aus Japan über die Wirkung des Waldes zeigt.

Zusätzlich zur Natur gibt es heute Systeme, die bewusst mit sanften Schwingungen arbeiten und die du in deinen Alltag holen kannst. Dazu gehören das Schumann 3D System, eine Liegefläche zur Entspannung, die mit der Schumann-Frequenz arbeitet, und Geräte der Bioresonanz. Ein Bioresonanzgerät des Herstellers Rayonex ist inzwischen als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert, nachdem es in einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie untersucht wurde. Für mich sind sie eine Möglichkeit, mir regelmäßig Momente der Ruhe zu schaffen, gerade dann, wenn der Weg in den Wald im Alltag zu weit ist.

Häufige Fragen zur Schumann-Frequenz

Was ist die Schumann-Frequenz einfach erklärt?

Eine natürliche elektromagnetische Schwingung, die durch Blitze entsteht und zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre um die ganze Erde läuft. Ihre Grundfrequenz liegt bei etwa 7,83 Hertz.

Hat die Schumann-Frequenz eine Wirkung auf den Menschen?

Erste Studien zeigen Zusammenhänge mit Körperwerten wie Herzratenvariabilität, Blutdruck und Hirnstromaktivität. Die Forschung steht noch am Anfang, und weitere Studien werden zeigen, wie genau diese Zusammenhänge aussehen.

Steigt die Schumann-Frequenz?

Die Grundfrequenz liegt weiterhin bei etwa 7,83 Hertz. Was sich verändert, ist die Intensität des Signals, zum Beispiel durch Gewitter oder Sonnenaktivität.

Kann die Schumann-Frequenz Kopfschmerzen oder Müdigkeit auslösen?

Manche feinfühligen Menschen erleben das so. Wissenschaftlich ist ein Zusammenhang bisher nicht geklärt. Bei anhaltenden Beschwerden lohnt sich eine ärztliche Abklärung.

Wer hat die Schumann-Frequenz entdeckt?

Der Physiker Winfried Otto Schumann hat sie 1952 an der Technischen Hochschule München berechnet. Gemessen wurde sie Anfang der 1960er Jahre.

Das Schumann 3D System

Ich bin Fachberaterin für das Schumann 3D System, das mit spürbaren, rhythmischen Schwingungen im Bereich der Schumann-Frequenz arbeitet und zur Entspannung eingesetzt wird. In meinem Büro in Penzberg kannst du es bei einem kostenlosen Probetermin selbst ausprobieren. Wie ein Probetermin abläuft, beschreibe ich auf meiner Seite zum Schumann 3D System.

Ein achtsamer Moment für dich

Nimm dir einen Augenblick, bevor du weiterliest, und spür nach, wie es dir gerade geht.

  • Wann hast du zuletzt bemerkt, dass ein Ort dir richtig guttut?
  • Wo in deinem Körper spürst du Einflüsse von außen am deutlichsten?
  • Wie verändert sich deine Wahrnehmung, wenn du für ein paar Momente nichts tun musst?