Meine erste Erfahrung mit Human Design ist inzwischen einige Jahre her – und wenn ich heute zurückblicke, war ich damals mitten in einer ziemlich herausfordernden Umbruchsphase. Ich steckte in der Trennung von meinem Mann, beruflich war vieles offen, unfertig. Gleichzeitig hatte ich gerade meine MBSR-Lehrer-Ausbildung abgeschlossen und war dabei meine Selbstständigkeit aufzubauen. Rückblickend würde ich sagen: Ich war auf der Suche – ohne genau zu wissen, wonach eigentlich.

Und dann kam dieser eine Impuls. Ganz unspektakulär, eher nebenbei: Human Design. Ich bin aus reiner Neugier in meine erste Analyse gegangen, offen, interessiert, ohne große Erwartungen. Was mich dort erwarten würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise greifen.

Die erste Erfahrung mit Human Design

Ich erinnere mich noch gut an dieses Gefühl während der Analyse. Da war plötzlich etwas, das mich auf eine Weise berührt hat, die ich so vorher nicht kannte. Es war nicht nur interessant oder stimmig – es ging tiefer. Ich habe mich gesehen gefühlt, wirklich gesehen –  und das von einem Menschen, der mir noch nie zuvor begegnet war. Gleichzeitig war da auch Schmerz und tiefe Traurigkeit. Ein Teil in mir hat sofort gespürt, wie lange ich mich eigentlich nicht wirklich erkannt gefühlt habe, wie viel Müdigkeit und Anpassung da war.

Was mich in dieser ersten Erfahrung mit Human Design am meisten getroffen hat, war nicht das Wissen, sondern die Konfrontation mit mir selbst. Ich habe dort gespiegelt bekommen, wie anstrengend mein Leben eigentlich gewesen ist, wie erschöpft ich war und wie sehr ich versucht habe, alles „richtig“ zu machen – und mich dabei Stück für Stück verloren habe. Gerade in dieser Zeit war ich ohnehin schon in einer tiefen inneren Sinnkrise. Die Trennung und der berufliche Umbruch waren kein Zufall. Es ging schon lange um diese eine Frage: Wozu bin ich eigentlich hier?

Frau sitzt am Fenster und blickt in die Kamera. Meine erste Erfahrung mit Human Design - Dr. Birgit Greiner Human Design Analyse und Kurse

Begegnung mit Selbstwert & Emotionalität

Und dann kam diese Human Design Analyse – und hat nicht einfach Antworten geliefert, sondern etwas in mir berührt, das ich nicht mehr übergehen konnte. Ein Thema, das sich sofort gezeigt hat, war mein Selbstwert. Etwas, das mich schon mein ganzes Leben begleitet: dieses Gefühl, mich über Leistung definieren zu müssen, funktionieren zu müssen – und gleichzeitig nie wirklich anzukommen. Plötzlich war da eine andere Perspektive. Keine schnelle Lösung, aber ein neuer Umgang damit. Die Möglichkeit, meinen Selbstwert nicht mehr daran zu knüpfen, wie viel ich leiste, sondern daran, was mich wirklich ausmacht.

Ein weiterer Moment, der mich tief bewegt hat, war die Begegnung mit meiner Emotionalität. Ich hätte mich damals nicht als besonders emotional beschrieben, eher im Gegenteil. Und dann wurde mir gespiegelt, wie sehr Gefühle eigentlich mein Leben prägen – und wie viel davon ich gar nicht bewusst wahrgenommen habe. Zu erkennen, wie oft ich Gefühle eher hinterfragt oder weggedrückt habe, statt ihnen Raum zu geben, war im ersten Moment verunsichernd. Gleichzeitig hat es etwas in mir geöffnet. Eine neue Form von Zugang zu mir selbst und zu meinem inneren Erleben.

Rückblickend war genau das einer der wichtigsten Wendepunkte: nicht mehr alles verstehen zu müssen, sondern zu beginnen, mich selbst auf einer tieferen Ebene wahrzunehmen und diesem inneren Prozess Raum zu geben. Ich glaube, genau da ist etwas sehr entscheidendes in mir passiert. Es war nicht rational. Heute würde ich sagen: Es war mein Ruf.

Was sich daraus entwickelt hat

Ich bin sehr schnell tiefer gegangen, habe im Anschluss an die Analyse weitere Einzeltermine gebucht und dabei begonnen, mein Umfeld durch diese neue Human Design Perspektive zu betrachten. Was mich fast noch mehr überrascht hat als meine eigene Analyse, war, wie stimmig es bei anderen war – immer wieder, so individuell und gleichzeitig so präzise. Durch die praktische Anwendbarkeit ist ein wachsendes Vertrauen entstanden und ein Gefühl von: Wenn das alles so stimmig ist, dann darf ich vielleicht auch mich selbst ernster nehmen.

Von da an ging es Schritt für Schritt weiter: Kurse, Ausbildung, Begegnungen mit Lehrer:innen – und auch ganz viel inneres Sortieren, Prüfen, Hinterfragen und wieder Loslassen. Wenn ich heute darauf schaue, war Human Design das bisher prägendste System auf meinem vielschichtigen Weg. Nicht, weil es mir einfache Antworten gegeben hat, sondern weil es mir geholfen hat, meine eigenen Erfahrungen einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen und mich selbst klarer zu sehen.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, den ich dir hier mitgeben möchte: Es gibt nicht den einen richtigen Einstieg. Aber oft gibt es diesen einen Moment, der etwas in dir berührt – und von da an beginnt dein ganz eigener Weg.

Ein achtsamer Moment für dich

Vielleicht magst du dir einen Moment Zeit nehmen und für dich nachspüren:

  • Gab es in deinem Leben schon einmal einen Moment, in dem sich etwas plötzlich klar angefühlt hat – ohne dass du es erklären konntest?
  • Wo in deinem Alltag übergehst du vielleicht feine innere Impulse, obwohl du sie eigentlich wahrnimmst?
  • Und was verändert sich, wenn du dir erlaubst, diesen leisen Wahrnehmungen ein wenig mehr Raum zu geben?

Eine Einladung an Dich

Wenn du dich in diesen Gedanken wiederfindest, kann ein persönlicher Blick hilfreich sein. Oft reicht schon ein ruhiger, achtsamer Raum, um Zusammenhänge klarer zu sehen und sich selbst besser zu verstehen. In meiner Arbeit geht es nicht darum, etwas vorzugeben – sondern gemeinsam hinzuschauen, was sich für dich stimmig anfühlt. Wenn du magst, kannst du hier einen ersten Termin wählen oder in einem unverbindlichen Gespräch für dich prüfen, ob das gerade passt.

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